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Knackig – informativ – gut

Bistum Würzburg unterstützt ältere Mitarbeiter beim Übergang in die Rente – „Ich fühle mich gut vorbereitet auf den Übergang in die nachberufliche Zeit.“ - „Die beiden Tage haben Freude geweckt auf das, was sein kann.“ - „Mir ist vieles klarer geworden.“ - „Eine gelungene Mischung aus Information, Beschäftigung mit der eigenen Biografie und spirituellen Impulsen.“ - „Knackig – informativ – gut“ - „Rundum gelungen“ fanden 16 kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Bistum Würzburg und drei aus dem Erzbistum Bamberg das zweitägige Seminar „Was will ich tun? Wie will ich leben? Den Übergang in die Rente vorbereiten“ auf der „Benediktushöhe – Haus für Soziale Bildung“ in Retzbach.

Im ausführlichen Rückblick auf die Jahrzehnte ihres Berufslebens nahmen sie zunächst prägende Ereignisse und Personen in den Blick, um sich bewusst zu machen, welche Fähigkeiten und Kenntnisse sie erworben haben, die sie auch künftig nutzen möchten. Wer solche Ressourcen zu nutzen versteht, komme besser mit neuen Lebensumständen, auch mit belastenden und widersprüchlichen Alltagserfahrungen zurecht und bleibe eher gesund, erläuterte die Erwachsenenbildnerin Brigitte Krecan-Kirchbichler (München), Trainerin in Biografiearbeit. An sechs Stationen eines „Lernparcours“ konnte jeder aufmerksam werden auf seine Möglichkeiten, erfüllter zu leben.

Für den Umgang mit Enttäuschungen, schwierigen und ungeklärten Situationen im Beruf gelte es zu unterscheiden, was noch bearbeitet (change it) werden kann bis zum Renteneintritt, womit man inzwischen gut leben (love it) könne bzw. was man nicht mehr lösen könne (leave it), riet der zweite Kursleiter Edmund Gumpert, ein Pastoralreferent, der seit kurzem selbst in Rente ist.

Am zweiten Tag stellten die Teilnehmer einander in Kleingruppen vor, was sie gut und gerne machen. Darauf aufbauend entwickelten sie Ideen, wie sie ihre Möglichkeiten in der nachberuflichen Phase weiterhin, anders oder ganz neu nutzen wollen. Gemeinsam sammelten sie eine Fülle an Tipps und Tätigkeiten für diese Zeit. Die Teilnehmer ordneten sich einem von vier „Gestaltungsmodellen nachberuflichen Lebens“ zu - „Weitermachen“, „nachberufliches Engagement“, „Befreiung“ oder „Nachholen“, nachdem Krecan-Kirchbichler deren Merkmale und Risiken vorgestellt hatte.

Fachkundig und detailliert informierte der Soziologe Bruno Seuffert, Leiter der Benediktushöhe, darüber, was vor und nach der Beantragung der Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung zu beachten ist. Baldmöglichst solle der Versicherungsverlauf überprüft und ggf. ergänzt, der Rentenantrag rechtzeitig gestellt und fachkundige Beratung genutzt werden. Seuffert stellte die verschiedenen Arten von Altersrenten verständlich vor und erläuterte die Faktoren, die in die Berechnung der Rentenhöhe eingehen. Prüfung des ergangenen Rentenbescheids, Möglichkeiten eines Hinzuverdienstes sowie Besteuerung und Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung waren weitere Themen. Zahlreiche Zwischen- und Nachfragen der gebannt folgenden Zuhörer zeigten an, wie wichtig und lebensnah auch dieser Teil des Seminars war.

Übergänge im Leben zu begleiten, ist ein wesentlicher Dienst der Kirche – etwa durch Gottesdienste für Schulabgänger, Ehevorbereitung und kirchliche Eheschließung, Taufgespräch und Tauffeier, Sterbe- und Trauerbegleitung. Für den Übergang in die nachberufliche Lebensphase aber gibt es bisher kaum kirchliche Angebote. Hier hat das Bistum Würzburg vor zwei Jahren Neuland betreten und viel positives Echo gefunden: „Toll, dass euer Bistum so etwas ermöglicht.“

(C) E. Gumpert

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